Theater und Wissenschaft

Prof-C-Markschies

Menschen aus Forschung und Bühnenkünsten laden zur Begegnung ein


Bei unseren Aufführungen übersetzen wir wissenschaftliche Texte in Bühnensprachen wie Tanz, Gesang und Schauspiel. Kombiniert mit Vorträgen und Gesprächen entstehen Theaterlebnisse an der Schwelle zu neuer Wissenschaftskommunikation.

Stücke


»Phädon. Oder über die Unsterblichkeit der Seele« (Platon, Mendelssohn)
Premiere: Spielzeit 2024/2025
Leibniz-Saal, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften


Die Todeszelle. Es ist der Tag der Hinrichtung. Doch Sokrates (470?—399) geht es gut. Er empfängt seine Freunde zu einem letzten Gespräch. Sie können nicht verstehen: woher diese Zuversicht? Wie kann er sich der Unsterblichkeit seiner Seele so sicher sein?


Moses Mendelssohn (1729—1786), jüdischer Gelehrter und Philosoph der Aufklärung bearbeitete den Stoff vom Ende des Sokrates auf einzigartige Weise. In seiner Interpretation wird der Text zu einem Ringen um die Bestimmung unseres Lebens.


Kaum ein anderer der Dialoge, die Platon (427?—347?) verfasste, hat durch die Jahrhunderte so viel Interesse erregt, keiner ist so anrührend, so dem Theater nah: wir übertragen »Phädon. Oder über die Unsterblichkeit der Seele« auf die Bühne, als eine wirkliche Begegnung zwischen Kunst und Denken.

Mit:

Prof. Barbara Zehnpfennig
, Politikwissenschaftlerin und Expertin für sokratisch-platonische Philosophie

den Bühnenkünstlern Georg Stephan und Rasmus Max Wirth

beratend: Prof. Daniel Krochmalnik, Mendelssohn-Herausgeber und Experte für jüdische Geistesgeschichte

anlässlich der Premiere: Akademiepräsident und Experte für die Religionen des antiken Griechenlands Prof. Christoph Markschies

In Kooperation mit:

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Dank an Dr. Ann-Christin Bolay

Jüdische Gemeinde zu Berlin
Dank an Hendrik Kosche und Judith Kessler

Stiftung Neue Synagoge Berlin, Centrum Judaicum
Dank an Dr. Anja Siegemund und Jana Blechschmidt

Abbildungen:
Rasmus Max Wirth, Georg Stephan, Prof. Barbara Zehnpfennig, Prof. Christoph Markschies

Szenenfotografie: Judith Johns.

Hannah Arendt —
Rahel Varnhagen –
The Life of a Jewish Woman
(Uraufführung)
Premiere: Spielzeit 2024/2025
Wilhelm-von-Humboldt-Saal, Staatsbibliothek zu Berlin


Die letzten Jahre der Weimarer Republik, kurz vor ihrer Flucht aus Deutschland 1933, arbeitet die junge Hannah Arendt (1906—1975) an einem Text, in dem sie erstmals als politische Philosophin sichtbar wird. Ihr Thema: Jüdinsein und Öffentlichkeit. Ihr Gegenüber: Rahel (1771—1833), geborene Levin, später verheiratete Varnhagen, für sich selbst „zeitlebens Rahel und sonst nichts“. Für Arendt „my best friend, unfortunately dead a hundred years now".

In Kooperation mit:
Freie Universität Berlin, Hannah-Arendt-Forschungsstelle
Jüdische Gemeinde zu Berlin
Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
Staatsbibliothek zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Aufführungsrechte:
The Hannah Arendt Bluecher Literary Trust, New York

Uraufführung:
28.05.2024, Staatsbibliothek zu Berlin, Wilhelm-von-Humboldt-Saal

Martin Buber:
Das Dialogische Prinzip
(Uraufführung)
Premiere: Spielzeit 2023/2024
Berliner Kulturforum am Potsdamer Platz — Kulturkirche St. Mathäus


Was ist ein wirklicher Dialog? Ein Dialog, bei dem nicht nur aufeinander ein und aneinander vorbei geredet wird? Der Religionsphilosoph Martin Buber (1878—1965) formulierte Antworten, die aufhorchen lassen und bewegen.

»Das Dialogische Prinzip«, seine Schriften zur Dialogphilosophie, kommen als Uraufführung im interreligiösen Kontext - einer Kooperation der katholischen Guardini Stiftung, der evangelischen Stiftung St. Matthäus und der jüdischen Stiftung Neue Synagoge Berlin (Centrum Judaicum) - auf die Bühne Ein Werk, dessen Kernaussage zwischen den Zeilen zu finden ist!

Förderer:
Szloma-Albam-Stiftung
Jüdische Gemeinde zu Berlin

Aufführungsrechte:
Gütersloher Verlagshaus in der Penguin Random House Verlagsgruppe, München

Uraufführung:
21.11.2023, Stiftung St. Mathäus am Berliner Kulturforum

2026/2027

Isaac Newton:
»Opticks: Or, a Treatise of the Reflexions, Refractions, Inflexions and Colours of Light«

Erstmals wagt Theater und Wissenschaft den Sprung ins eiskalte Wasser der Naturwissenschaften.

Als Mensch hat Isaac Newton (1643—1727) das Denken seinerzeit für immer revolutioniert. Sein Buch über Optik ist ein Markstein dessen, was wir heute Wissenschaftskommunikation nennen. Mit Prof. Martin Pohl, Physiker und Autor des Buches »Licht« (Springer Nature), wurde ein Experte gewonnen, der viele Jahre seines Lebens zur Fragen der Optik geforscht und anderen dieses Wissen vermittelt hat.

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